Besucherbergwerk F60

Normalerweise dauert es Tausende von Jahren, bis sich eine Landschaft neu formt. In den Gebieten des Braunkohle-Tagebaus hat der Mensch zum Teil innerhalb weniger Jahren das Landschaftsbild massiv verändert (hier die Luftbildansicht des Gebiets).

Mit dem Rad fahren wir vom Campingplatz in Lauchhammer zum Besucherbergwerk. Die Warnschilder entlang der Straße zeigen deutlich, wie schwerwiegend der Eingriff in die Natur ist. Dass ein Waldstück eine Gefahr darstellt, ist für mich eine völlig neue Erfahrung. Ins Auge stechen vereinzelt rot gefärbte Seen, die durch die Ausschwemmung von Eisenverbindungen nach der Flutung der ehemaligen Abbaugebiete entstehen.

Wo der Braunkohleabbau beendet ist, können Natur und Mensch nach und nach das Gebiet wieder für sich zurückgewinnen. Auf dem Areal rund um die ehemalige Förderbrücke F60 in Lichterfeld in der Lausitz entsteht seit dem Ende des Tagebaus ein stetig wachsendes Freizeitangebot. Neben den Besichtigungsmöglichkeiten der Förderbrücke finden auf dem Gelände sportliche und kulturelle Veranstaltungen statt. Rund um den See entstehen weitere touristische Angebote, mit denen man versucht, der Region eine neue wirtschaftliche Perspektive zu geben. Wir waren begeistert vom Enthusiasmus der Menschen, die rund um die Brücke arbeiten und stolz sind, einen erheblichen Beitrag zum Erhalt der Anlage und Ausbau des Geländes beigetragen zu haben. Mehr Infos zum F60-Gelände: http://www.f60.de

Fotografisch ist die Förderbrücke allemal ein spannendes Objekt mit vielen Details und einer beeindruckenden Aussicht.